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Demonstrationen gegen Rechtsextremismus

Dekan: „Jetzt ist die Zeit gekommen, Farbe zu bekennen und aufzustehen“

Dekan Klaus Schmid machte auf der Demonstration am Freitag gegen Rechtsextremismus in Geisenheim klar, dass es „keine Schnittmengen zwischen ultrarechtem Gedankengut und jüdisch-christlichen Glaubensinhalten geben kann.“ Immer wieder werde betont, dass sich nie wieder das wiederholen darf, was in Deutschland vor mehr als 90 Jahren geschehen ist. "Dieses nie wieder ist jetzt“, so Dekan Klaus Schmid. Gerade deshalb sei es auch für die Kirchen angesagt, deutlich Position zu beziehen gegenüber denen, die meinen, die Gesellschaft in schwarz und weiß spalten zu können, hier die Guten, da die Schlechten, hier die Deutschen, da die anderen.

Für den Dekan stehe fest "Unser Land ist nicht nur schwarz oder weiß, es bleibt unteilbar, unsere Gesellschaft bleibt bunt! „Der Rheingau ist bunt, der Rheingau bleibt bunt!“ Offen, tolerant, einladend und vielfältig. So wie er immer war und ist. Für Hass und Intoleranz ist bei uns und nirgendwo anders Platz. Und für Worte wie „Remigration“, „Umvolkung“ oder anderes rechtsextremes Vokabular gibt es bei uns keine Akzeptanz. Der Rheingau bleibt bunt!"

Es sei für ihn "eine große Ehre und zugleich eine Verpflichtung, wachsam zu sein, aufzustehen gegen die, die heute meinen, wieder den Ungeist des dunkelsten Kapitels unseres Landes heraufbeschwören zu müssen. Ich kann nur sagen: wehret den Anfängen!"

Hass gegen Mitmenschen ist Gotteslästerung

Es sei unerträglich, so Dekan Schmid, dass erneut mit einer "menschenverachtenden und perfiden Politik auf dem Rücken der Schwächsten und Hilfebedürftigsten in unserem Land auf Stimmenfang gegangen wird. Denn jeder Mensch ist als Gottes Ebenbild unendlich kostbar. Jeder Mensch! Und jeder Hass gegen Mitmenschen ist Gotteslästerung."

Jetzt Farbe bekennen

Immer wieder wird in unserem Land betont, dass sich das millionenfache Leid nie wieder ereignen darf. Nie wieder. Doch gerade die konspirativen Treffen rechtsextremer Kreise in den letzten Tagen erinnern an die damaligen Anfänge und zeigen deutlich: „Nie wieder“ ist jetzt. Jetzt ist die Zeit gekommen, Farbe zu bekennen, aufzustehen, nicht mehr zu schweigen und die Stimme zu erheben für Demokratie und eine offene, bunte Gesellschaft. Der Rheingau bleibt bunt! Auch und ganz besonders für die Generationen, die nach uns kommen. Nie wieder ist jetzt! Lasst uns gemeinsam aufstehen und Farbe bekennen, wo immer wir herkommen, wo immer wir hingehen. Lasst uns gemeinsam klar und deutlich sagen: wir machen bei Hass und Intoleranz gegenüber unseren Mitmenschen nicht mit!


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